TWINGI 26

Kunst in der Twingischlucht

Die historische Strasse durch die Twingischlucht gilt als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Seit 2007 ist die Twingi auch ein Ort der Kunst. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober findet entlang der alten Fahrstrasse zwischen Steinmatten und dem Weiler Ze Binne jeweils eine Gruppenausstellung mit Werken zeitgenössischer Kunst statt. Künstler*innen aus dem Wallis, der übrigen Schweiz und dem Ausland zeigen Skulpturen, Installationen und Interventionen im Dialog mit der Landschaft.

Im Sommer 2026 feiern wir das 20-jährige Jubiläum des Projekts. Wir blicken zurück und stellen die TWINGI erstmals unter ein Thema: WAS BLEIBT. Anstelle einer öffentlichen Ausschreibung haben wir alle ehemaligen Teilnehmer*innen eingeladen, eine Projektidee für die Jubiläumsausstellung einzureichen. Ende Januar hat die Jury aus 63 Bewerbungen 11 Projekte ausgewählt. Die Auswahl repräsentiert eine breite Vielfalt an Positionen und Perspektiven auf das Thema.

Die Vernissage der TWINGI 26 findet am Sonntag, 21. Juni 2026 statt. Die Ausstellung dauert bis zum 18. Oktober.

Weitere Veranstaltungen: 
Öffentliche Führungen: 5. Juli und 9. August
Round Table der Hochschule Luzern: 29. August
Familienworkshop: 29. August
TWINGI-Jubiläumsfest: 29. August

Die Ausstellungsbooklets der Jahre 2018 bis 2025 geben einen Einblick in die vergangenen Ausstellungen.

Anna Schmid, Spiez

Die Berner Bildhauerin ANNA SCHMID hat die Neue Schule für Gestaltung in Langenthal besucht und war seit 2006 mit ihren Skulpturen und Installationen an zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten. Das Thema «was bleibt» und die Frage, wie die Welt nach dem Ende der menschlichen Zivilisation aussehen könnte, beschäftigt sie seit vielen Jahren. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Brienz und hat zwischen 2008 und 2016 fünfmal an der Twingi Landart ausgestellt. Nach 10 Jahren kehrt sie diesen Sommer mit einer Installation ins Binntal zurück.

www.annaschmid.ch

© Matthias Luggen© Matthias Luggen

© Matthias Luggen

Stefanie Salzmann, Ried-Brig/Brüssel

STEFANIE SALZMANN hat ihre künstlerische Praxis aus ihrer Ausbildung in Modedesign und der kritischen Auseinandersetzung mit der Modeproduktion entwickelt. Für ihre gefilzten Wandarbeiten, Installationen und Skulpturen, die die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Landschaft ins Zentrum stellen, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Art Pro Stipendium des Kantons Wallis. Auch in der TWINGI 26 wird sie mit einer Filzarbeit präsent sein.

www.stefaniesalzmann.com

Nicolas Fournier, Genf

Die Berner Künstlerin Rebekka Friedli ist nach 2020 bereits zum zweiten Mal in der TWINGI zu Gast, diesmal zusammen mit der portugiesischen NICOLAS FOURNIER hat seine Ausbildung an der ESAV (heute HEAD) in Genf absolviert. Nachdem er sich lange vor allem der Installation und Zeichnung widmete, beschäftigt er sich seit einigen Jahren intensiv mit der Malerei. 2022 führte er die Wanderer und Ausstellungsbesucher*innen mit neckischen Variationen der bekannten gelben Wanderweg-Raute durch die Twingischlucht. Dieses Jahr kehrt er mit einer Installation zurück, die sich mit kollektiven Vorstellungen von Authentizität auseinandersetzt.

www.nicolas-fournier.ch

© Philip Frowein© Philip Frowein

© Philip Frowein

Hammer Band (Raphael Stucky & Andreas Thierstein), Basel

RAPHAEL STUCKY ist in Ernen aufgewachsen, hat an der ZHdK studiert und wurde 2024 mit dem Manor Prize Valais ausgezeichnet. ANDREAS THIERSTEIN hat einen Master of Fine Arts der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel und ist u.a. als Künstler, Musiker, Fotograf und Performer unterwegs. Als HAMMER BAND traten die beiden bereits 2023 mit einer Soundperformance in der Twingischlucht auf. Diesen Sommer schaffen sie in der Twingi einen Ort, an dem auch du zum Künstler, bzw. zur Künstlerin werden kannst!

Instagram: hammerband_official

We didn’t do it! Crew (Péter Bátory, János Brückner, Máté Fillér, Ottó Szabó & Márton Emil Tóth), Zürich/Budapest

Die Tonköpfe des ungarisch-schweizerischen Künstlerkollektivs WE DIDN’T DO IT! CREW brachten letztes Jahr viele Besucher*innen zum Staunen, Schmunzeln und Gruseln. Dieses Jahr beschäftigen sich die fünf Künstler, die in unterschiedlichen Disziplinen (von Malerei und Bildhauerei bis neue Medien und Theater) tätig sind, mit der lokalen Erinnerung und Überlieferung.

Instagram: nemmivoltunk

© Matthias Luggen© Matthias Luggen

© Matthias Luggen

Carlo Schmidt, Guttet-Feschel

CARLO SCHMIDT ist seit 1977 als freischaffender Künstler tätig und hat seit vielen Jahren nicht nur als Kunstschaffender, sondern auch als Kurator, Dozent, Kulturberater und -vermittler eine prägende Rolle in der Walliser Kunstszene inne. Während er 2020 einen Baum in Ze Binne zum «Kleinod» erklärte, widmet er sich diesen Sommer dem kollektiven Gedächtnis der Twingischlucht.

www.carloschmidt.ch

Anna Katharina Scheidegger, Brienz / Bern / Paris

ANNA-KATHARINA SCHEIDEGGER wurde an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs, Paris und am Le Fresnoy, Studio national des arts contemporains, Tourcoing, ausgebildet. Sie lebt in Brienz, Bern und Paris und arbeitet v.a. in den Bereichen Fotografie, Video und Performance. Nachdem sie letztes Jahr eine Arbeit über alpine Pflanzen realisierte, beschäftigt sie sich dieses Jahr mit einer alten Sage aus dem Binntal.

www.annakatharina.org

Maelle Cornut, Sitten

MAËLLE CORNUT hat an der HEAD in Genf einen Master in Critical Curatorial Cybermedia absolviert. Von 2023-24 nahm sie am Predoc-Programm Transforming Environments der ZHdK teil, bevor sie 2025 ihr Doktorat an der ZHdK und an der KunstUni Linz in Angriff nahm. 2021 stellte Maëlle in der Twingischlucht mit «Air Represent» drei Fahnen für den Himmel, die Wolken und die Luft aus. Nun kehrt die Walliser Künstlerin, die Kunst und Forschung erfolgreich verbindet, mit einer weiteren «luftigen» Installation ins Binntal zurück.

www.maellecornut.ch

 

© Matthias Luggen© Matthias Luggen

© Matthias Luggen

Benita Millius Lusti, Aeugst am Albis

BENITA MILLIUS LUSTI fand als Quereinsteigerin ihren Weg in die bildende Kunst. Nach vielfältigen Erfahrungen in der Theaterszene, liess sie sich in Bildhauerei ausbilden. Seit 2019 realisierte sie Performance- und Fotoprojekte und war mit Objekten und Installationen an verschiedenen Gruppenausstellungen präsent. Während sie 2024 Bäumen in der Twingischlucht Schösschen umband, wählt sie diesmal ein ganz anderes Material für ihre Installation, nämlich Keramik.

Instagram: milliusbenita

© Matthias Luggen© Matthias Luggen

© Matthias Luggen

Anne-Chantal Pitteloud, Siders

Anne-Chantal Pitteloud hat einen Master of Arts an der École des Arts décoratifs in Strassburg (HEAR) absolviert. Sie arbeitet als Keramikerin sowie in den Bereichen Zeichnung und Video und wurde mehrfach für ihr Schaffen ausgezeichnet. Nach den «echten falschen» Mineralien von 2025, beschäftigt sie sich diesen Sommer mit den Sedimenten aus vergangener Zeit.

www.anneloup.ch

Carla Hohmeister & Beate Frommelt, Zürich

Carla Hohmeister absolvierte eine Ausbildung in Polydesign 3D, sowie Bühnenmalerei, Theaterproduktion und Requisite. Heute ist als freischaffende Künstlerin und Kuratorin in Zürich tätig. Beate Frommelt hat einen Master of Fine Arts der Byam Shaw, Central Saint Martins Universities of the Arts, London. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet und hat in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung im In- und Ausland ausgestellt. Das Künstler*innenduo wird eine Arbeit im Dorfkern von Binn realisieren, die sich um einen umstrittenen «Rückkehrer» dreht.

www.carlahohmeister.ch

www.beatefrommelt.ch

 

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