Maria zum Schnee

Die Kapelle Maria zum Schnee, ein einfacher Bau aus Bruchsteinmauerwerk, ist der am höchsten gelegene Sakralbau im Landschaftspark Binntal und wurde im Jahr 1662 erbaut. Von der Mitte des 19. bis weit hinein ins 20. Jahrhundert nutzte die Alpgenossenschaft das Gebäude als Käsekeller. Zwischen 2008 und 2011 wurde die Kapelle renoviert. Von der ursprünglichen Ausstattung der Kapelle waren keine Objekte mehr vorhanden. Für die Altarnische wurde dem Landschaftspark eine Holzskulptur des Bildhauers Erwin Friedrich Baumann geschenkt. Für die fensterlose Nordwand malte der Leipziger Künstler Michael Dietze ein dreiteiliges Ölbild mit der Darstellung der Ursprungslegende der römischen Basilika Santa Maria Maggiore.

Waldkapelle Maria Hilf

Jährlich am 2. Juli wird in der 1693 erbauten Waldkapelle Maria Hilf das Kapellenfest gefeiert. Dieser im steilen Hang des Ernerwaldes gelegene Wallfahrtsort trägt für die lokale Bevölkerung bis heute eine wichtige Funktion als Bittort. So wird beispielsweise seit 1860 stets am Fest des heiligen Ignatius (31. Juli) von den Bewohnern des Fieschertals eine Gletscherprozession in den Ernerwald durchgeführt. Bis 2010 mit der Bitte, der Fieschergletscher möge seine gefährlich vorstossenden Gletscherzungen zurückbilden. Seit 2010, nach einem Abänderungsantrag bei Papst Benedikt XVI., hingegen mit entgegengesetzter Absicht: der Gletscher möge wieder wachsen.

Wallfahrtskapelle Heiligkreuz

Als eine der wichtigsten Wallfahrtsstätten im Oberwallis gilt die Wallfahrtskapelle Heiligkreuz im Lengtal. Der Legende nach soll ein Kreuzritter aus türkischer Gefangenschaft sich eines Morgens ohne Fesseln am Standort der Kapelle wiedergefunden haben. Der jetzige Bau stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Im Bestreben, dem Patrozinium des hl. Kreuzes auch architektonisch Ausdruck zu verleihen, wählte man die hierzulande unbekannte Bauform des durchgeschobenen Querschiffs, womit die Kapelle die Form eines Kreuzes annimmt. Der Wallfahrt Aufwind gab ein angebliches Hl.-Kreuz-Partikel, das der Kapelle 1741 vom Superior des Kapuzinerhospizes in Ernen geschenkt wurde und das sich in einem geschnitzten Tabernakel befindet.

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