
Traditionelle Gebäude prägen die Kulturlandschaft des Oberwallis bis heute. Doch sie stehen zunehmend unter Druck: Bauliche Schäden, Nutzungsaufgabe, fehlende Zukunfsperspektiven sind der Grund
Traditionelle Ökonomiegebäude und historische Wohnhäuser prägen die Kulturlandschaft des Oberwallis bis heute. Stallscheunen, Stadel und Speicher zeugen von einer Zeit, in der Landwirtschaft kleinräumig organisiert war und Ressourcen direkt vor Ort genutzt wurden. Mit der Mechanisierung haben viele dieser Bauten jedoch ihre ursprüngliche Funktion verloren – und stehen heute zunehmend unter Druck: bauliche Schäden, Nutzungsaufgabe, Sicherheitsanforderungen oder ungeklärte Zukunftsperspektiven gefährden ihren Bestand.
Im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2026 laden wir zu einer Veranstaltung in Mühlebach ein. An drei Posten werden exemplarisch konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert:
- Speicher (1381): Konstruktion, Sockelproblematik, Dachsanierung und Umgang mit Brandschutzvorgaben in Abhängigkeit der zukünftigen Nutzung
- Geburtshaus von Matthäus Schiner: bauliche Veränderungen früherer Renovationsphasen, Nutzungsperspektiven und denkmalpflegerische Fragestellungen
- Ragozzi-Haus (Aussenbesichtigung): Fachgerechter Umbau eines historischen Wohnhauses, Schäden durch Versalzung im Mauerwerk entlang öffentlicher Strassen
Gemeinsam mit Fachpersonen und Teilnehmenden werden aktuelle Fragestellungen vertieft: Wie können historische Gebäude erhalten werden? Welche baulichen Eingriffe sind sinnvoll und vertretbar? Welche neuen Nutzungen sind möglich – und wo liegen die Grenzen? Wie lässt sich die Gefahr für solche Gebäude mildern?
Für dieses Angebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Geschäftsstelle Landschaftspark Binntal
Dorfstrasse 31
3996 Binn
Tel. +41 27 971 50 50
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