Am Samstag, 1. Juni 2013, organisiert der Landschaftspark Binntal bereits zum achten Mal eine kulturell-kulinarische Parkwanderung. Dieses Jahr steht die Wanderung im Zeichen von Cäsar Ritz, dem grossen Hotelier aus Niederwald.
Die Wanderung folgt den Stationen des Cäsar-Ritz-Rundwegs. Die Route
führt von Niederwald über die Weiler Wiler und Gadmen nach Blitzingen.
In Blitzingen wechseln wir die Rottenseite und besuchen den Weiler
Bodmen. Schliesslich wandern wir durch schöne Bergwälder
und Lichtungen zurück nach Niederwald. Während der Wanderung erfahren
Sie Interessantes über das Leben des Cäsar Ritz,
die Besonderheiten der Region, den Landschaftspark Binntal und geniessen
regionale Köstlichkeiten.
Flyer mit allen Informationen
Am Samstag, den 2. März 2013, fand in Blitzingen die 10. Generalversammlung des Landschaftsparks Binntal statt. Wichtigstes Traktandum bildeten die Wahlen. Klaus Andreggen trat als Präsident zurück. Seine Nachfolgerin ist Nationalrätin Viola Amherd.
Klaus Anderegg war als Präsident des Vereins Landschaftspark Binntal massgeblich für den Aufbau des regionalen Naturparks verantwortlich. Mit grossem Engagement und persönlichem Einsatz hat er sich seit elf Jahren für die Idee eingesetzt, im unteren Goms einen regionalen Naturpark einzurichten. Am 4. Oktober 2002 wurde der Trägerverein gegründet. Ende 2007 wurde das Gesuch für die Errichtung des Parks beim Bund eingereicht. Den Höhepunkt durfte Klaus Anderegg mit seinem Team im September 2011 feiern, als der Landschaftspark Binntal mit den Gemeinden Binn, Ernen, Grengiols, Bister, Blitzingen und Niederwald nach einer vierjährigen «Errichtungsphase» das Bundeslabel «regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» erhielt.
Viel Erfahrung und ein grosses Beziehungsnetz
Nachfolgerin von Klaus Anderegg wird Nationalrätin Viola Amherd, die seit 2010 Mitglied des Vorstands des Landschaftsparks Binntal ist. Die ehemalige Briger Stadtpräsidentin konnte an der Generalversammlung infolge einer Grippe leider nicht persönlich teilnehmen. Sie wird das Amt mit Freude und Engagement in Angriff nehmen. «Mit ihrer reichen Erfahrung und ihrem grossen Beziehungsnetz kann sie dem Landschaftspark Binntal wichtige Impulse verleihen», freut sich Geschäftsleiterin Dominique Weissen.
Klaus Agten und Reinhard Ritz neu im Vorstand
Zwei weitere Wechsel gibt es im Vorstand bei den Gemeindevertretern. Nachfolger des zurückgetretenen Grengjer Gemeindepräsidenten Beat Ritz wird der neue Gemeindepräsident Klaus Agten. Für Martin Mutter, ehemaliger Gemeindepräsident von Niederwald, wird der neue Präsident Reinhard Ritz im Vorstand Einsitz nehmen. Alt Ständerat Willi Loretan tritt aus dem Vorstand zurück. Francesco Walter (Ernen), Beat Tenisch (Binn), Edwin Zeiter (Bister), Erwin Ritz (Blitzingen) sowie Peter Kernen und Enrico Bürgin wurden für weitere vier Jahre wiedergewählt.
Zahlreiche grosse und kleinere Projekte
Das Vereinsjahr des Landschaftsparks Binntal war von zahlreichen grossen und kleinen Projekten geprägt. Das grösste Projekt war während den letzten drei Sommern die Sanierung der alten Strasse durch die Twingischlucht. Die offizielle Eröffnung wird am 22. Juni 2013 – gemeinsam mit der Vernissage der LandArt – stattfinden. Die Instandstellung der Trockenmauern und die Aufwertung der Kulturlandschaft auf der Binnegga konnte 2012 abgeschlossen werden. Ein reiches Angebot an Veranstaltungen – wie beispielsweise die Parkwanderung, der 1.-August-Brunch und der Herbstmarkt – sowie zahlreiche Natur- und Kulturexkursionen bereicherten das Programm des Landschaftspark Binntal.
Ausblick auf 2013
Auch 2013 steht eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Projekten auf dem Programm. Neben den traditionellen Veranstaltungen. Vorarbeiten für die Rhone-Renaturierung zwischen Blitzingen und Selkingen, Sanierung von alten Ökonomiebauten in den Parkgemeinden, Fortführung des Hochstamm-Obstbaum-Projektes, Start des Ökovernetzungsprogramms Niederwald-Blitzingen. Einen Schwerpunkt bilden eine Ausstellung und mehrere Vorträge zum Thema «Bauen und leben im Landschaftspark Binntal». Zudem wird der Landschaftspark Binntal bei der Raiffeisen-Aktion, welche dieses Jahr in den Schweizer Pärken stattfindet, mitmachen.
Auch 2013 bietet der Landschaftspark Binntal eine reiche Palette von spannenden Natur- und Kulturerlebnissen. Entdecken Sie die einmalige Natur und die reichhaltige Kultur im Landschaftspark Binntal!
Ob beim Spurensuchen im Schnee, beim Pflanzen von Hochstammobstbäumen,
auf den verschiedenen Naturexkursionen,
auf einer grenzüberschreitenden Alpwanderung oder beim Backen
von Walliser Roggenbroten – Sie und Ihre Familie können
im Landschaftspark Binntal viel erleben. Gemeinsam mit der
Berner Fachhochschule organisiert der Landschaftspark Binntal
eine Ausstellung und mehrere Vorträge zum Thema «Bauen
und leben im Landschaftspark Binntal». Mit «Lingua Natura», einem speziellen Sprachkurs, und «Binntal
pur!», einer mehrtägigen Wanderung zu den schönsten Orten im
Landschaftspark Binntal, bieten wir Ihnen unvergessliche Ferien.
Nutzen Sie das reichhaltige und spannende Angebot!
Prospekt mit allen Natur- und Kulturerlebnissen 2013
Der Bus Alpin von Binn nach Fäld und weiter nach Brunnebiel im Binntal hat im Sommer 2012 trotz starkem Franken ein seht gutes Ergebnis erzielt. Mehr als 11'000 Fahrgäste nutzten den Bus Alpin. Auch der Breithornbus zur Alpe Furggen wurde rege genutzt.
Der Bus Alpin ist ein Projekt des Landschaftsparks Binntal und erweitert das Angebot von PostAuto im Binntal. Während die regulären Postautos bis Binn fahren, verkehrt der Bus Alpin sechsmal am Tag bis zum Weiler Fäld. Zwei Rufbusse am Vormittag bringen die Wanderer und Ausflügler weiter bis zur Alp Brunnebiel. Seit dem Sommer 2010 wird der Bus Alpin professionell von PostAuto betrieben.
Mehr als 11'000 Fahrgäste
Im Sommer 2012 nutzten mehr als 11'000 Fahrgäste das Angebot. Das sind praktisch gleich viele wie im Rekordjahr 2010. Im Sommer 2011 waren es rund 2000 Fahrgäste weniger. Am meisten Fahrgäste wurden erwartungsgemäss in den Sommerferienmonaten Juli und August gezählt. Am häufigsten wird der Bus Alpin am Vormittag auf der Strecke Binn-Fäld sowie am Nachmittag für die Rückfahrt Fäld-Binn genutzt. Rund 1800 Gäste fuhren auf der Bergstrecke Fäld-Brunnebiel, welche lediglich mit kleineren Bussen befahren werden kann und als Rufbus betrieben wird. Pro bedienten Kurs wurden bergwärts durchschnittlich 13 Personen befördert, was eine sehr gute Auslastung ist. Die Benutzung des Bus Alpin scheint vor allem wetterabhängig zu sein. Der starke Franken scheint wenig Einfluss auf die Zahl der Fahrgäste gehabt zu haben.
Kombi-Ticket mit Park-Zvieri
Erstmals konnte das Busticket kombiniert werden mit einem Park-Zvieri in einem der Restaurants an der Bus-Alpin-Strecke. Das Angebot wurde noch nicht sehr rege genutzt. Es soll aber – optimiert – auch nächstes Jahr wieder angeboten werden. Allgemein erwartet der Landschaftspark Binntal nächstes Sommer jedoch noch mehr Gäste auf dem Bus Alpin; denn die Raiffeisen-Aktion wird in Zusammenarbeit mit den Schweizer Pärken angeboten. Auch der Landschaftspark Binntal ist mit von der Partie und wartet mit verschiedenen Angeboten auf die Raiffeisen-Kunden.
Breithornbus ausgebucht
Auf grosses Interesse stiess der Breihornbus, der ebenfalls zum Angebot des Bus Alpin gehört. Jeden Donnerstag von Juli bis Mitte September brachte der Breithornbus die Gäste von Binn, Ernen und Grengiols zur Alpe Furggen. Zweimal musste die Fahrt wegen schlechtem Wetter abgesagt werden, sonst war der Bus immer ausgebucht. Die Busfahrt wird kombiniert mit einem Besuch auf dem Alpbetrieb, wo den Gästen gezeigt wird, wie der Käse in alter Tradition auf offenem Feuer gemacht wird. Beim Älplerapéro können sie Ziger, Käse und Kuhmilch degustieren.
Artikel im Walliser Boten vom 18. Dezember 2012

