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Ortschaften

Der Landschaftspark Binntal umfasst die vier Ortschaften Binn, Ernen, Grengiols und Bister. Ihre wichtigsten Kennzeichen sind wertvolle Natur- und Kulturlandschaften und bedeutende Ortsbilder. Die typischen, historisch gewachsenen Siedlungsformen sind Dorf und Weiler.

Bevölkerung und Wirtschaft

Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl beläuft sich, laut Kantonalem Amt für Statistik des Kantons Wallis (31.12.2020), auf insgesamt 1'110 Bewohner. Diese verteilen sich auf die einzelnen Ortschaften wie folgt:

 

Binn 127

Bister

34

Ernen

518

Grengiols 431

Total

1'110

 

Wirtschaft

Die Regionalwirtschaft befindet sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem lang andauernden Strukturwandel von der Agrar- zur Dienstleistungsgesellschaft mit einer Verlagerung der Arbeitsplätze von Landwirtschaft und Gewerbe zu den Dienstleistungen. Im Bereich Handwerk und Gewerbe gingen im Verlauf dieser Transformation zahlreiche Arbeitsplätze verloren, die durch das Wachstum des Dienstleistungssektors - vor allem durch den Tourismus induziert - ein Stück weit kompensiert werden konnten. Seit Mitte der 90er Jahre machen sich verstärkt Effekte der Urbanisierung und Globalisierung durch Konzentration des Wachstums auf die Agglomerationen und Auszehrung der peripheren Gebiete bemerkbar. Die Region verfügt jedoch über ein gewisses Potenzial für innovative, marktfähige Produkte und Dienstleistungen, deren Inwertsetzung eine wirtschaftliche Neuausrichtung und Stabilisierung der sozio-ökonomischen Situation ermöglichen müsste.

Binn

Das schmucke Bergdorf Binn liegt auf 1400 Meter über Meer. Der Name Binn ist erst in neuerer Zeit entstanden. Ursprünglich hiess die Hauptsiedlung mit dem SwissHistoric-Hotel Ofenhorn und der schönen Steinbrücke Schmidigehischere. Die Pfarrkirche mit dem Schutzpatron St. Michael schmückt das Ortsbild des Weilers Wileren. Das Dorf hat nationale Bedeutung und wurde 1992 mit dem Heimatschutzpreis ausgezeichnet.

Zu Binn gehören auch die Weiler Ze Binne, Heiligkreuz, Giessen und Fäld. Fäld konnte am 1. August 1998 als erste Ortschaft der Schweiz die Medaille der Stiftung «Archicultura» entgegennehmen – für sein intaktes, harmonisches und malerisches Ortsbild. Heiligkreuz ist ein alter Walliser Wallfahrtsort und ein ganz besonderer Ort der Kraft.

Link zur Website der Gemeinde Binn: www.binn.ch

Bister

Einer der ersten schriftlichen Nachweise von Bister stammt aus dem Jahr 1374 (in der Bystur). Die Streusiedlung liegt auf einer Hangterrasse westlich von Grengiols und besteht aus den zwei Hauptweilern Egga und Dorfji sowie einigen weiteren einzelhofartigen Gebäudegruppen. Die im Weiler Bänna stehende St. Anna Kapelle mit einem Barockaltar von 1698 wurde 1651 erbaut.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Rotten auf 770 m ü. M. bis zum 2993 Meter hohen Bättlihorn und besteht vorwiegend aus Wald und landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden. Bister ist heute eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz.

Ernen

Ernen ist mit 509 Einwohnern der bevölkerungsstärkste Ort des Landschaftspark Binntal. Früher war Ernen der Hauptort des Zehnden Goms und Sitz der Gerichtsbarkeit. Davon zeugen die Verliese im Rathaus (ehemaliges Bezirksgefängnis) und der Galgen auf dem Hügel zwischen Ernen und Mühlebach.

1979 wurde Ernen dank dem Erhalt des Dorfkerns mit den wunderbaren historischen Gebäuden wie dem Tellenhaus mit den ältesten Tellfresken der Schweiz, dem Kapuzinerhaus oder dem Jost-Sigristen-Haus vom Schweizer Heimatschutz der Henri-Louis-Wakkerpreis verliehen. Ernen hat sich in den letzten Jahrzehnten einen Namen als Musikdorf gemacht, in welchem im Sommer hochstehende klassische Konzerte mit internationalen Künstlern stattfinden.

Zu Ernen gehören auch die Ortschaften Mühlebach mit dem ältesten kompakten Dorfkern in Holzbauweise der Schweiz sowie Ausserbinn und Steinhaus mit ihren liebevoll restaurierten Dorfkapellen

Link zur Website der Gemeinde Ernen: www.ernen.ch

Grengiols

Das Walliser Bergdorf mit bäuerlicher Tradition liegt in einer gut erhaltenen Kulturlandschaft am alten Handelsweg über den Albrunpass. Der Dorfkern mit der engen, steilen Gasse und dem nahezu kreisförmigen Dorfplatz hat nationale Bedeutung. Wahrzeichen von Grengiols ist die monumentale neuromanische Kirche von 1914.

Im Jahr 1799 fiel Grengiols dem Feuer zum Opfer. Mehr als 22 Wohnhäuser und 80 Nutzbauten wurden ein Raub der Flammen. Nach dem Brand wurde das Dorf in wenigen Jahren wieder aufgebaut. In neuster Zeit wurde Grengiols bekannt als Tulpendorf – dank einer einmaligen Wildtulpenart, die in der zweiten Maihälfte auf einigen alten Roggenäckern blüht.

Zu Grengiols gehören auch die hübschen Weiler Ze Hyschere und Bächerhyschere. Am Wanderweg nach Ernen und Binn liegt der schön gelegene Weiler Hockmatta, der heute nicht mehr ganzjährig bewohnt wird.

Link zur Website der Gemeinde Grengiols: www.grengiols.ch

 
 

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