Landschafts- und Naturschutzgebiete
Landschaftsschutzgebiet Binntal
Seit ca. 400 v. Chr. wird das Binntal nachweislich von sesshaften Völkern bewohnt. Das Tal war damals von Kelten und zeitweilig von Römern besiedelt. Nach der Völkerwanderung wird das Binntal erst wieder im Hochmittelalter erwähnt. Früh wurde der Albrunpass als relativ bequemer Übergang Richtung Italien erkannt. So blieb der Albrunpass bis zum Bau der Simplonstrasse von grosser Bedeutung. An vielen Stellen sind am beliebten Wanderweg noch Reste der alten Handelsstrasse sichtbar.
Im Jahr 1964 haben die Stimmbürger von Binn beschlossen, den grössten Teil ihres Tales unter Schutz zu stellen. Sie schlossen mit dem Walliser Bund für Naturschutz (heute Pro Natura) und der SAC-Sektion Monte Rosa für die Dauer von 100 Jahren einen Schutzvertrag ab und verpflichteten sich, auf eine Nutzung der Wasserkraft und auf den Bau von touristischen Infrastrukturen zu verzichten. Dank diesem nicht alltäglichen und weitsichtigen Entscheid präsentiert sich das Binntal heute als Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung, das jährlich von vielen Touristen besucht und bewundert wird.
Schutzgebiete von nationaler, kantonaler und kommunale Bedeutung
Der Landschaftspark Binntal verfügt über eine Vielzahl von Landschafts- und Naturschutzgebieten von nationaler, kantonaler und regionaler Bedeutung.| Nationale Inventare |
Fläche in ha |
| Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler Bundesinventar der Moorlandschaften Flachmoore von nationaler Bedeutung Trockenwiesen- und weiden von nationaler Bedeutung |
5'090 ha 352 ha 9 ha 83 ha |
| Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (genauere Informationen: Twingischlucht) |
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Kantonale Inventare |
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| Natur- und Landschaftsschutzgebiete Jagdbanngebiete Archäologische Schutzareale |
3'494 ha 2'142 ha 168 ha |
Kommunale Inventare |
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| Natur- und Landschaftsschutzgebiete Geschützte Landwirtschaftszone |
306 ha 147 ha |






