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Sanfte Renovation eines alten Dorfbrunnens

Am Freitag, 1. Juni fand im Weiler Zenhäusern in Grengiols eine kleine Feier für den überdachten Dorfbrunnen statt, den der Landschaftspark Binntal und die Gemeinde Grengiols letztes Jahr saniert haben. Bei der sanften Renovation wurde die alte Bausubstanz möglichst erhalten

Der Erhalt alter Kulturgüter ist ein erklärtes Ziel des Landschaftsparks Binntal. Ein solches Kulturgut wurde 2017 zusammen mit der Gemeinde Grengiols saniert: eine überdachte Brunnenanlage im Weiler Zenhäusern. Früher hatte jedes Dorf und jeder Weiler mindestens einen Brunnen, der verschiedenste Funktionen erfüllte: am Dorfbrunnen wurde das Trinkwasser geholt, das Vieh getränkt und die Kleider gewaschen. Zudem war er ein wichtiger Treffpunkt, wo man sich – nach getaner Arbeit auf den Wiesen und Feldern – die neusten Dorfgeschichten erzählte. Doch nachdem man die Häuser an die Trinkwasserversorgung anschloss, wurden viele dieser Brunnen nicht mehr gebraucht und verschwanden. Nicht so aber derjenige von Zenhäusern. Zwar hat auch er seine soziale Funktion etwas verloren, doch noch immer wird er von den Landwirten genutzt.

Weitere bemerkenswerte Gebäude

Die Brunnensanierung ist nicht das erste Projekt des Landschaftsparks Binntal im Weiler Zenhäusern. Vor ein paar Jahren konnte zusammen mit dem Eigentümer ein interessanter Speicherstadel denkmalgerecht saniert werden. «Der Weiler ist ein Kleinod» sagt Dominique Weissen Abgottspon, Geschäftsführerin des Landschaftsparks Binntal. «Die im alten Bestand erhaltenen Nutz- und Wohnbauten, das herrschaftliche Belwalder-Gitsch Hüs und die Kapelle bilden ein interessantes Ensemble inmitten der weitläufigen Wiesen», erklärt Dominique Weissen Abgottspon. «Schön, dass mit dem Brunnen ein weiteres Element dieser einmaligen Kulturlandschaft erhalten bleibt.»

Der Ort der Begegnung lebt auf

Im Rahmen einer kleinen Feier konnten sich Interessierte das Ergebnis der Brunnensanierung genauer ansehen. Projektleiter Dr. Klaus Anderegg referierte über den Weiler Zenhäusern und sein Wasser. Der Wissenschaftler hat auch eine kleine Broschüre verfasst, und auf zwei Infotafeln können Besucher die wichtigsten Informationen nachlesen. Anschliessend an die Ausführungen von Anderegg schilderte die Grengjerin Myriam Heinen Anekdoten, die sie beim Brunnen erlebt hat, und ergänzte mit Resultaten aus ihrer FMS-Abschlussarbeit über die Bewässerung und die Landwirtschaft in Grengiols. So lebte der einstige Treffpunkt der Bevölkerung für ein paar Stunden auf, und man erzählte sich am Dorfbrunnen Geschichten genau wie früher.