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Volkstümliche Klänge in Grengiols

Der Landschaftspark Binntal veranstaltete einen Tanzabend wie anno dazumal. Rund 130 Personen folgten der Einladung zum Tanz und trafen sich am Samstag, 18. November 2017 in der alten Turnhalle in Grengiols.

Während zwei Jahren hat sich der Musiker Anselmo Loretan im Auftrag des Landschaftsparks Binntal mit der alten Walliser Volksmusik in den Parkgemeinden und im Goms beschäftigt. Dieses Projekt fand nun seinen klingenden Abschluss in Form eines Tanzabends wie vor 100 Jahren. Dabei spielten Loretan und sein Volksmusikensemble «apartig» eine Auswahl an Musikstücken, die er im Rahmen seiner Nachforschungen zusammengetragen hat und die vom Ensemblemitglied Tobias Salzgeber instrumentalisiert wurden. Darunter fanden sich auch einige Stücke der Walpeni-Brüder, wie etwa der «Walpi-Marsch» oder der «Grängier Schottisch». Josef und Adolf Walpen waren Mitte des letzten Jahrhunderts die eigentlichen Stars der Volksmusikszene im Oberwallis, wie Loretan sagt.

Fast genau wie damals verwandelte sich die alte Turnhalle von Grengiols am vergangenen Wochenende zu einem Tanzlokal. Rund 130 Personen, teils in altvättrischer Kleidung, folgten der Einladung des Landschaftsparks Binntal. Darunter auch Julius Wyden aus Ernen, einer der letzten Zeitzeugen, der zusammen mit den Gebrüder Walpen musiziert hat sowie Markus und Beat Tenisch, zwei Volksmusiker aus Binn. Sie alle haben selber Musikstücke wie Walzer, Schottisch und Polka geschrieben, die an diesem Abend in Grengiols zur Aufführung kamen. Dabei wurden die volkstümlichen Klänge der Klarinette, des Hackbretts und der Handorgel durch Tänze der Oberwalliser Trachtentanzgruppe ergänzt.

Die Geschäftsleiterin des Landschaftsparks Binntal, Dominique Weissen, ist mit dem Abend sehr zufrieden: «Es war schön zu sehen, wie viele Leute getanzt haben», sagt Weissen. Und auch Anselmo Loretan freut sich über den vollen Saal und das gelungene Experiment. So möchten er und die übrigen Musiker von «apartig» denn auch einige der aufgeführten Stücke in ihr Repertoire aufnehmen.

Artikel im WB vom 20. November 2017