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Parkwanderung: Die Teilnehmenden waren zufrieden

Am Pfingstsamstag nahmen über 120 Wanderlustige an der kulturell-kulinarischen Parkwanderung unter dem Motto «Johann Ritz trifft Cäsar Ritz» des Landschaftsparks Binntal teil. Gemeinsam mit der Genossenschaft Grafschaft Kultur wurde den Teilnehmenden ein interessantes Programm geboten.

Das Radarbild versprach am Samstagmorgen nichts Gutes. Ausgerechnet über dem Goms sollte sich hartnäckig eine Regenzelle halten. Zum Glück meinte es Petrus dann aber besser als die Wetterpropheten. Nachdem beim Start zur Parkwanderung der Regenschirm noch von Vorteil war, zeigten sich schon bald die ersten Sonnenstrahlen. So war die elfte Parkwanderung für den Landschaftspark Binntal ein Erfolg: «Die Teilnehmenden waren sehr zufrieden», resümiert die Geschäftsleiterin Dominique Weissen Abgottspon: «Es wird geschätzt, dass wir jedes Jahr ein neues Programm zusammenstellen. Die Beteiligten an den Posten haben sich enorm engagiert, die Vorträge waren sehr interessant und die Verpflegung ausgezeichnet.»

Vom Hotelier der Könige...
Gestartet wurde in Niederwald, dem Geburtsort von Cäsar Ritz (1850–1918), dem innovativen und erfolgreichen Hotelier der Luxusklasse. Unter der Leitung von René Diezig besichtigten die Teilnehmenden das Geburtshaus, das Grab und den Cäsar-Ritz-Brunnen und erhielten einen Einblick in das Leben und Schaffen des berühmtesten Einwohners von Niederwald, der vom britischen König Edward VII als «König der Hoteliers und Hotelier der Könige» bezeichnet wurde.

Nach dem längeren Aufstieg zum Chaschtebiel oberhalb von Blitzingen wurden die Schuhe ausgezogen, um durch den kalten Bergbach zu waten. Unter der Leitung von Svenya Gsponer-Gschwendtner durften die Teilnehmenden Kneippluft schnuppern. Der Kneippweg von Blitzingen gehört zu den längsten Naturkneippwegen der Schweiz. Danach wurde zur Stärkung eine feine Chuchisuppa aus dem Kessi serviert.

Bei einem Zwischenhalt erzählte Anny Walpen die Geschichte der Ruine Chastebiel. Die Mauerreste erinnern an eine alte Kapelle unbekannten Ursprungs, die bei einem Erdbeben im Jahr 1837 eingestürzt ist. Über die Parkgrenze hinaus ging’s weiter ins Dorf Selkingen, wo Norbert Schmidt, der Müller der alten Stockmühle, auf die Teilnehmenden wartete. Auf Initiative der Genossenschaft Grafschaft Kultur wurde die alte Mühle aus dem Jahr 1830 restauriert. Heute wird in der Mühle wieder Roggen vom Ritzingerfeld gemahlen, und mit dem Mehl wird im Backhaus von Biel Walliser Roggenbrot gebacken.

... bis zum Michelangelo der Alpen
Nach einem urchigen Apéro im Burgerhaus von Selkingen führte die Wanderung weiter nach Biel, von wo der bekannte Altarbauer Johann Ritz (1666–1729) stammte. Auch als Michelangelo der Alpen bekannt, hat er im Raum zwischen Zermatt und Disentis eine Vielzahl von Barockaltären gebaut. Am Beispiel des dreistöckigen Hochaltars in der Kirche Biel brachte Tony Chastonay, Präsident der Genossenschaft Grafschaft Kultur, den Teilnehmenden den Kunststil von Johann Ritz näher. Zwischendurch spielte Andreas Kühnis auf der eindrücklichen Carlen-Orgel (erbaut 1744) drei Stücke. Anschliessend zeigte Cäsar Biderbost das kleine Museum im Kulturraum von Biel, und Herbert Minnig ging auf die Sonderausstellung zum Thema Wasser ein.

Nach diesem reichhaltigen kulturellen Programm zog es die Wandernden zur Fischzucht unterhalb von Biel, wo die Gäste mit frisch gefangenen und im Holzofen gebratenen Saiblingen verwöhnt wurden.

Beim Cäsar-Ritz-Brunnen in Niederwald, wo die Regenschirme noch nötig waren.

Eine der Wandergruppen auf dem Chaschtebiel oberhalb von Blitzingen.

D’Chuchisuppa üs em Kessi schmeckte den Teilnehmenden hervorragend.

Die Teilnehmer lauschen gespannt der Geschichte der Ruine Chaschtebiel.

In der alten Stockmühle in Selkingen, wo heute wieder Roggen gemahlen wird.